Die Freiheit der Emma Herwegh von Dirk Kurbjuweit

Eine außergewöhnliche Frau, die Freiheit und Gleichstellung von Mann und Frau als oberstes Gut ansah und dafür kämpfte.  Freiheit für alle – das war ihr Credo, dafür zog sie an der Seite ihres Mannes, der die Deutsche Demokratische Legion gründete, in den Krieg. Für die Freiheit tat Emma fast alles – und für die Freiheit verlor sie auch fast alles.

Als Emma Siegmund den Dichter und Kommunisten Georg Herwegh kennenlernte, war sie schon eine „alte“ Frau.  Sie war belesen, gebildet, musizierte, sprach mehrere Sprachen und setzte sich mit den politischen Ereignissen auseinander; vor allem schlug ihr Herz für die Freiheit. Die Ehe sollte sie aus dem Höhere-Töchter-Leben entreißen und ihr das Tor in ein freies Leben, in die Freiheit, öffnen:

„…sie weinte, weil es so überaus richtig war, diesen Mann zu heiraten, weil sie abschloss mit dem Höhere-Tochter-Leben, das sie aber nicht in eine Höhere-Tochter-Ehe überführte, sondern in das, was sie eine Ehe von Freien nannte, ohne dass sie schon wusste, wie weh das tun würde.“(S.102)

Wie viele Opfer sie für die Freiheit bringen wird, kann sich Emma zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen. Erst hoch betagt und verarmt wird sie imstande sein auf das eigene Leben zurückzublicken und zu erkennen, was sie alles für die Freiheit aufgeben musste.

In dieser bemerkenswerten Biografie beschreibt Dirk Kurbjuweit eine außergewöhnliche Frau des 19. Jahrhunderts. Sie war begeisterte Revolutionärin, leidenschaftliche Kämpferin für Frauenrechte und eine Verfechterin der freien Liebe. Sie war Ehefrau, Mutter, Geliebte und Betrogene. Emma Herwegh war Kundschafterin der Deutschen Demokratischen Legion, die sie zusammen mit ihrem Mann gründete, um die aufkeimenden Aufstände von Paris auch auf deutschem Boden voranzutreiben und zu unterstützen. Sie verhandelte und marschierte mit ihrem Mann und all den anderen Kämpfern durch Südwestdeutschland, ertrug Kälte und Hunger, verkraftete die Niederlage bei Dossenbach und floh wieder ins Exil. Emma Herwegh schrieb: „Von einer Hochveräterin: zur Geschichte der deutschen demokratischen Legion aus Paris, 1849“ gegen Spott und Kritik, die Georg Herwegh nach der Niederlage bei Dossenbach und der schnellen Flucht in die Schweiz entgegengebracht wurde. Emma Herwegh ertrug den Betrug ihres Mannes, den Tod ihres Sohnes, das lebenslange Exil in der Schweiz und in Paris. Sie verhalf Felice Orsini aus dem Gefängnis indem sie ihm Bücher zuschickte, in denen sie Feilen versteckte.  Felice Orsini war Emmas Liebhaber, sie lebte mit ihm zusammen.

In diesem Zeitporträt und Frauenbildnis zeichnet der Autor Dirk Kurbjuweit ein revolutionäres Bild Europas im 19 Jahrhundert. Dichter und Denker in Paris und der Schweiz, Exil-Deutsche, aber auch Bauern und Arbeiter wollen ihre Freiheit erlangen. Insbesondere erspürt der Autor sehr einfühlsam die starke Rolle der Frau in dieser Epoche, vorneweg Emma Herwegh. Aber auch ihre kontroverse Stellung in der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts, zwischen Emanzipation und Tradition:

„Wir sind Wesen, sagte sie, die nur Zierrat auf der Welt sind, Flitter, aber keinen Teil der Weltseele ausmachen. Was bleibt mir: Reitstunde, Singstunde, Zeichenstunde, Literaturstunde. Sie stopfen uns voll mit Bildung, und dann? Lassen sie uns verdorren.“
„ Oft, sagte sie, kommt es mir vor, als glaubten die Männer, wir wären nur zum Vergnügen auf der Welt, zum Spaß für sie, und das ist der Punkt, der mich rasend machen könnte. Man gibt uns von allen Dingen nur die Schale, von den Wissenschaften, von der Kunst, und wehe der Frau, die sich dem Kern nähern wollte.“ (S.121)

„ Der Kulturzustand einer Gesellschaft, sagte Herwegh, bemisst sich an der Stellung der Frau. So hat Fourier das gesehen. (S. 128)

Diese einfühlsame und historisch genau nachgezeichnete Biografie erzählt der Autor in zweierlei Erzählperspektiven: Zum einen lässt er die bereits betagte Emma Herwegh selbst erzählen. Sie unterhält den jungen Frank Wedekind mit ihren Liebes- und Ehegeschichten, mit den Seitensprüngen, den Ehebrüchen, Liebeskrisen und wahlverwandtschaftlichen Liebesreigen, die sie und Herwegh durchlebt haben. Dabei bringt sie immer wieder deutlich zum Ausdruck, wie bedingungslos ihr Drang nach Freiheit das eigene Leben geprägt hat. Zum anderen ist es der Autor selbst, der chronologisch dem politischen und künstlerischen Leben, der Leidenschaft und Hingabe für die Liebe und Freiheit von Emma und Georg Herwegh in jener revolutionären Zeit nachgeht.

 

Ein starker biografischer Roman, eine lesenswerte Biografie, ein bedeutendes Zeitdokument!

 

Wundersame Erzählungen von Mariana Leky

Mariana Leky hat mit ihrem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ ein Buch über die Liebe, den Tod und den Glauben geschrieben. Dieser Roman ist der Liebling der Buchhändler geworden, ja er hat uns Buchhändler sofort in seinen zauberhaften, aber so wahren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Das liegt nicht nur an der einzigartigen Geschichte, sondern ganz besonders an der Erzählweise von Mariana Leky. Ihre Protagonisten sind richtige Menschen, die ab und an den Boden unter den Füßen verlieren und sich dabei auf diese so „lekyhafte“ wundersame Weise zu helfen wissen: Geister, Träumer, Reisende, Feuerwehrmänner, Mönche und Optiker. Sie sind Retter in Not und stille Begleiter in Lebenskrisen. Leky versteht es zu erzählen, wie sich Zufälle und Vorfälle auf Menschen zeitgleich und doch unterschiedlich auswirken können. Liest man Lekys Geschichten, so glaubt man kaum vorher je so schöne Formulierungen gelesen zu haben. Ich mache das nicht so gerne – Autoren vergleichen – aber hier finde ich es angebracht: Mariana Leky ist die deutsche Carson McCullers.

„Es ist sehr entspannend, ein wenig herumzulügen, wenn man weiß, dass gleich eine verschwiegene Wahrheit anrückt“

Mein erstes Buch von Mariana Leky war ihr Roman „Die Herrenaustatterin“, erschienen 2010 im Dumont Verlag. Ich fing damals an zu lesen und war hingerissen. Mal musste ich richtig laut auflachen, mal die Sätze mehrmals lesen, um sie immer wieder zu genießen. Situationskomik und Psychologie, Alltag und Philosophie liegen hier ganz nah beieinander.  Pointiert und zutiefst treffend beschreibt Leky die Augenblicke in welchen sich Glück und Trauer abwechseln.
In „Die Herrenaustatterin“ verliert die Protagonistin Katja Wiesberg den Boden unter den Füßen als sie von ihrer großen Liebe verlassen wird. Jakob, ihr zufälliger Zahnarz, ihr Noch-Ehemann, trat  unauffällig zufällig in ihr Leben:

„Ich freute mich, ausgerechnet an Jakob geraten zu sein, und als es dann doch etwas schmerzhaft wurde, hob ich nicht die Hand, sondern schaute auf ein großes Schild, das an der Decke über dem Behandlungsstuhl hing. In großen Buchstaben stand drauf: „Gleich ist es vorbei“

So verkündet schon auf den ersten Seiten die Erzählerin  auch das Ende dieser ganz wunderlichen Beziehung. Als Jakob sich nicht nur in eine andere Frau verliebt, sondern auch tödlich verunglückt, ist man auch als Leser kaum imstande die Trauer von Katja Wiesberg auszuhalten. Hier zeichnet Leky psychologisch genau nach, wie ein Trauma die Sinne trüben, aber wie Phantasie sie retten kann. Katja kommuniziert fortan mit dem Geist ihres verstorbenen Nachbarn, Herrn Blank, der ihr nicht mehr von der Seite weichen wird. Der real existierende Feuerwehrmann Armin, taucht zum richtigen Zeitpunkt, aber am falschen Ort – bei Katja Zuhause – auf, um ein Feuer zu löschen, das es gar nicht gibt. Auch er wird bei Katja bzw. bei Katja und Blank, diesem Duo  aus Tragik und Komik, bleiben. Slapstick-Humor, geschickte Wendungen, und immer das richtige Maß an märchenhaftem Erzählen, zeichnen die Erzählweise Lekys deutlich aus.

Auch in ihrem neuesten Roman „Was man von hier aus sehen kann“ sind die Wendungen und Pointen, der Wechsel vom Unglück zum Glück zum Unglück, behutsam und unteilbar gesetzt. Ein ganzes Dorf gerät in Aufruhr, wenn Selma von einem Okapi räumt. Der Tod naht, das wissen die Dorfbewohner, nur nicht, wen es treffen wird. Jeder glaubt er sei der Nächste. Umso grausamer ist es als der junge Martin verunglückt. Der Tod eines jungen Menschen ist kaum zu ertragen. So endet der erste Teil des Romans, der von Martin und Luise, von Selma, dem Optiker und einer wundersamen Dorfgemeinschaft handelt. Der Aberglaube dominiert die Westerwälder. Selmas „Okapi-Träume“ sind gefürchtet, bestimmte Stellen im Haus, …  schicksalhaft. Nach Martins Tod allerdings beginnt eine neue Zeitrechnung. Zwölf Jahre später, im zweiten Teil des Romans,  haben die Protagonisten viele Unwägbarkeiten hinter sich gebracht und versuchen im Leben zu bestehen. Doch für die Ich-Erzählerin Luise wird es noch ein weiter Weg sein. Zeit und Glaube sind die Schlagwörter in diesem zweiten Teil.

„Meine Mutter verließ meinen Vater, und dass er sie bereits vor einiger Zeit verlassen hatte, tat überhaupt nichts zur Sache. Meine Mutter hatte eine Zeitverschiebung, deshalb verließ sie ihn aus ihrer Sicht zuerst.“

Luises Liebe zum buddhistischen Mönch Frederik, der plötzlich – wie so üblich in Lekys Erzählungen – in Luises Leben eintritt, verleiht der Geschichte eine ganz besondere zeitliche Aura. Aus Zeitverschiebung werden zeitliche Parallelen. So beschreibt die Autorin, alle Ereignisse im Leben der Protagonisten als gleichzeitig stattfindend. Es mag an mancher Stelle im Buch daher etwas unliterarisch erscheinen, wenn Leky jeden Abschnitt mit „Gleichzeitig, …beginnt. Die wunderbar ersponnene Handlung verliert dadurch nicht an erzählerischer Kunstfertigkeit.

Der dritte Teil des Romans – jetzt acht Jahre später, Luise ist mittlerweile Mitte Dreißig – verläuft in gespannter Erwartung eines Unglücks. Selbst der Leser traut bis zur letzten Seite nicht dem Frieden. Ist es möglich, dass niemand mehr stirbt? Ist es möglich, dass nicht alle zur gleichen Zeit ihr ganz persönliches Erlebnis haben, …?

Und am Ende geht die Geschichte natürlich weiter. Irgendwann werden wir bestimmt wieder was von Luise und Frederick zu lesen bekommen. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Mariana Leky hatte vor einigen Jahren ein Hörspiel mit dem Titel „Der Buddhist und ich“ verfasst, in dem „Frederik“ und „Luise“ zum ersten Mal auftreten. Diesem Hörspiel sind diese beiden Figuren für diesen Roman entnommen. Und wer Freude am Hören hat, der gönne sich das Hörspiel!

Die wichtigsten ücher von Mariana Leky:

Was man von hier aus sehen kann
Die Herrenaustatterin
Liebesperlen

#wub17 auch mit FrauGoldmann&Bücher im Bücherbüro-Salon

Einladung

Frankfurt, 31.10.2017

Sehr spontan habe ich beschlossen mich an der bundesweiten „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ zu beteiligen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich lade Sie herzlich ein, in der Woche vom 06.11 bis 10.11 2017 in meinen kleinen Bücherbüro-Salon zu kommen und sich über aktuelle literarische Trends und Neuheiten zu informieren, zu plauschen, zu stöbern, ihre Buchwünsche loszuwerden  …

Die Aktionswoche macht das Engagement der inhabergeführten Buchhandlungen sichtbar. Als vermutlich kleinste Buchhandlung, halte ich nun seit über zehn Jahren die Stellung und finde immer neue Wege persönlich für Sie und auch im Web präsent zu bleiben. Die Vielfalt und Kreativität meiner Arbeit finden Sie nicht nur auf meiner selbstgestalteten Seite www.mobilebuchhandlung.de, sondern auch im gemütlichen Bücherbüro-Salon.

Ich freue mich auf Ihren Besuch und bitte Sie mir Bescheid zu geben, wann Sie gerne vorbeikommen möchten!

Weitere Informationen zur Woche unabhängiger Buchhandlungen, alle teilnehmenden Buchhandlungen und Aktionen unter: wub-event.de oder unter facebook.com/indiebooks

Tochter des Diktators von Ines Geipel

Vor ein paar Wochen erschien im Klett-Cotta Verlag ein Buch, das nahezu still und leise, am Büchergeschehen vorbei, in den Handel kam.  Leider!

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es ist eine besondere Lektüre, weil sie außerhalb der Thementrends liegt, die in diesem Jahr den Buchmarkt prägen – und doch wieder nicht: auch hier spielt das politische Europa eine Rolle! Was macht das Buch also so besonders? Das ist auf jeden Fall die dokumentarische Erzählweise der Autorin Ines Geipel,  die Fakten und Fiktion sehr abgestimmt und literarisch miteinander verbindet. Es sind die Umrisse einer politischen Nachkriegsentwicklung in Europa, die alles andere als friedlich abgelaufen ist – die Folgen sind heute deutlich erkennbar. Es sind die Leben der Menschen, die von diesen politischen Unruhen beeinflusst wurden – bis heute. Tochter des Diktators von Ines Geipel weiterlesen

Büchertisch am Dienstag, 21.11.2017 im Paulinum an der Friedberger Warte

Vorlesetag
21.11.2017
15:30 Uhr bis 17:30 Uhr

Dieses Jahr wird das Team vom Parea Frankfurt, am 21. November 2017, in seinen Räumen im Paulinum, Valentin-Senger-Strasse 136a (Friedberger Warte), einen Vorlesenachmittag anbieten. Im Rahmen der bundesweiten Lese-Veranstaltung wird im Parea, der Autor und Vorleser, Herr Saddai, seine eigenen und Texte anderer Autoren vorlesen.
Darüber hinaus werden sich auch Mitarbeiter vom Team Paulinum beteiligen und ausgewählte kurze Texte lesen!
Den Volesetag wird Frau Goldmann von der mobileBuchhandlung, mit einem Büchertisch begleiten. Sie können sich in gemütlicher Runde über Neuerscheinungen informieren und auf einen seitenreichen Nachmittag voller Buchgeschichten zum Lesen und Vorlesen freuen. (Die Bücher können sofoert erworben werden)

Paulinum an der Friedberger Warte.
Zentrum für aktives Miteinander
Valentin-Senger-Str. 136 a
60389 Frankfurt
Tel.: 069/80881145
paulinum-frankfurt@parea.de
www.parea.de


 

Private Veranstaltungen

Ich freue mich auf den 17. November 2017 – ein schöner Salon-Abend für lesende Frauen im privaten Rahmen. Noch habe ich mich nicht entschieden, welche Bücherneuheiten ich vorstellen werde, aber ich habe so ein paar Ideen … Mehr darf ich nicht verraten, da es eine private Veranstaltung ist! Nur eines darf ich schon sagen: ich freue mich schon sehr …


 

Der Pfau von Isabel Bogdan

Kurzer Inhalt:
Einer der Pfauen war verrückt geworden.‘ Dummerweise geschieht das gerade, als Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung sich mitsamt einer Psychologin und einer Köchin zum Teambuilding in die ländliche Abgeschiedenheit der schottischen Highlands zurückgezogen haben. Der verrückt gewordene Pfau, das rustikale Ambiente und ein spontaner Wintereinbruch sorgen dafür, dass das Wochenende ganz anders verläuft als geplant. So viel Natur sind die Banker nicht gewohnt. (Quelle: VLB-TIX)

Mein Eindruck: Ausgesprochen amüsant und lesenswert! Bissiger britischer Humor trifft auf deutsche Erzähllust!


 

Der Club von Takis Würger

Kurze Inhaltsangabe

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen. (VLB-TIX)

Mein Eindruck: Unbedingt lesenswert! Schön, spannend und einfühlsam, schreibt Takis Würger über Trauer, Angst, Ausgeschlossenheit, Gewalt und Aggression. Wie passt das zusammen: schön und aggressiv, einfühlsam und gewalt-tät-ig? Lesen Sie diesen klugen Roman über Parallelgesellschaften der anderen Art! Für Lesekreise genau die richtige Literatur  – viele Fragen, viele Antworten, schöne Sprache, viel zu besprechen – richtig gute Literatur!


 

Mit Bilderbüchern wachsen am Dienstag, 24.10.2017 von 15:00-17:30 Uhr

Dienstag, 24.10.2017 von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Elterncafé des Nachbarschaftszentrums Ostend, Waldschmidtstr. 39, Frankfurt

Auch in diesem Jahr dreht sich alles um Bilderbücher. Wir schauen uns die Illustrationen und Zeichnungen genau an und gehen der Frage nach, welche Rolle, welche Funktion haben die Bilder in Bezug auf den Text und die Handlung. Außerem wollen wir mithilfe von lustigen Bilder-Büchern richtige Geschichten erzählen, und weil Herbstzeit auch Lesezeit ist, widmen wir uns noch der wunderbaren Natur und entdecken die Flora und Fauna im Jahreszeitenreigen!

Der kleine Prinz – Musikalische Lesung am Donnerstag, 12.10.17

in „Die Fabrik Kulturwerk Frankfurt“
mit Ingrid El-Sigai und Stamislav Rosenberg

Hier ist eine ganz außergewöhnliche Lesung im Buchmessetrubel etwas untergegangen. Vielleicht auch, weil der Veranstalter so wenig darüber berichtet hat. Ich will aber unbedingt noch ein paar Worte zur Lesung sagen: Ingrid El-Sigai hat fast zwei Stunden, einfühlsam und zart- eindringlich, ausgesuchte Textpassagen aus dem „Kleinen Prinzen“ vorgelesen, und ebenso zart-eindringlich dargestellt. Da reichte eine Mimik, zwei-drei Schritte, eine Drehung, eine stimmliche Veränderung, um kraftvoll auszudrücken, was in Antoine de Saint-Exupérys Meisterwerk steckt. Stanislav Rosenberg am Klavier sorgte virtuos für den musikalischen Rahmen der Lesung. Ich erkannte Chopin, nach den anderen Werken habe ich leider einfach vergessen zu fragen. Ich meine aber Schubert, Schumann und Debussy…meine musikalische Bildung ist begrenzt…; Auf den Fotos hier im Beitrag – leider, leider sehr unscharfe Fotografien – sind einzigartige Bilder zu sehen, ebenso wie die sehr filigran ausgearbeiteten Nachbildungen bekannter Flugzeug-Fabrikate des autistischen Künstlers Georgi – all diese Meisterwerke bildeten die Bühnenszenerie und schmückten die Gewölbedecke des Fabrikkellers. Die Kunstwerke stammen von geistig behinderten Künstlern, die in der Atelier Goldstein, Lebenshilfe e.V., auf dem Gelände der Fabrik, ihr künstlerisches Zuhause gefunden haben.

Funkelsee – Flucht auf die Pferdeinsel von Ina Krabbe

Für mich eine Neuentdeckung: Die spannende Pferdereihe Funkelsee. Der erste Band Flucht auf die Pferdeinsel ist bereits in zweiter Auflage erschienen.  Also, das Buch ist schon ein stiller Geheimtipp unter den Pferdeliebhabern!! Der Autorin Ina Krabbe ist hier nicht nur ein super lesenswertes Pferdebuch gelungen, sondern auch eine schöne Freundinnen- und Familiengeschichte!

Auf den ersten Blick verführt schon das exotisch anmutende Buchcover;  von der Autorin, Ina Krabbe, selbst gestaltet! Ein richtiges Postkartenmotiv: glitzernder See, ein Floß, ein Pferd, das Mädchen treibt das Floß an,  Büsche und Blätter, die wie Schatten  den funkelnden See umgeben, ein pink leuchtender Kakadu beobachtet das Treiben, hinter den kleinen Hügeln schimmert rötliches Abendlicht… Funkelsee – Flucht auf die Pferdeinsel von Ina Krabbe weiterlesen