Frankfurt liest ein Buch 2016

Frankfurt liest ein Buch – Frankfurt verboten – ist ein bemerkenswertes Debüt von Dieter David Seuthe über eine junge Frau, die als talentierte Pianistin in den 30er-Jahren in Frankfurt am Main nicht nur ihre Liebe zur Musik findet, sondern auch die Liebe ihres Lebens. Sehr bald jedoch ändert sich Elises Leben und sie muss ohnmächtig zusehen, wie ihr die Veränderungen, den Boden unter den Füßen ziehen: Elise darf als Jüdin nicht mehr öffentlich auftreten, sehr bald wird auch ihr Verlobter nicht mehr für sie einstehen können. Elise gelingt die Flucht. In Neuseeland beginnt sie ein neues Leben, heißt von un an Alice, gründet eine Familie, und streicht ihre Vergangenheit aus der Erinnerung.
Fast sechzig Jahre später gelingt ihrer Tochter ein bemerkenswerter Auftritt in Frankfurt, der Stadt, die einst ihrer Mutter Elise/Alice verboten wurde!
Frankfurt liest jedoch nicht nur dieses Buch, es hört es auch. Die Musik steht im Mittekpunkt dieses Romans. Jazz, Klezmer, Klassik – alles, was in den 20er- und 30er-Jahren gespielt und gesungen wurde, umrahmt heute musikalisch die vielen Veranstaltungen der Lesereihe Frankfurt liest ein Buch. Selten war ein lietarischer April so musikalisch…

Inhaltsangabe vom Verlag:

Frankfurt verboten

Am berühmten Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt wird die junge Elise Hermann zur Pianistin ausgebildet. Ein wahr gewordener Lebenstraum für die Tochter jüdischer Eltern ohne Vermögen, denn ohne ein Stipendium wäre ihr diese Chance versagt geblieben. Ihre große Begabung verspricht eine glänzende Zukunft und im »arischen« Jurastudenten Max von Hochem trifft sie die Liebe ihres Lebens. Ihre grundverschiedenen Hintergründe hindern sie nicht am Schmieden gemeinsamer Zukunftspläne.

Doch alles ändert sich, als Hitler an die Macht kommt. Elises Debüt-Konzert im März 1933 wird verboten, so wie öffentliche Auftritte jüdischer Künstler überhaupt in Deutschland untersagt werden. Elise muss um ihr berufliches und bald auch um ihr persönliches Überleben kämpfen.

Vor der Kulisse der historischen Mainmetropole erzählt Frankfurt verboten vom glücklichen und leidvollen Weg einer jungen jüdischen Musikerin zwischen 1929 und 1936. Dieter David Seuthe folgt der Maxime, dass man sich an die Wahrheit halten muss, um aus der Geschichte zu lernen.

»Die Idee, das Grauen der Nazi-Zeit  durch die Realität einer empfindsamen Pianistin zu beschreiben, den Verfall dieser Welt und dann auch den Glauben an den Sieg von Liebe, Musik und menschlichen Gefühlen wieder im vollen Zirkel zu schließen, ist dem Autor auf bewegende Weise gelungen.«
Ilona Oltuski (Musikjournalistin, New York), Get Classica

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