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Der Club von Takis Würger

Kurze Inhaltsangabe

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen. (VLB-TIX)

Mein Eindruck: Unbedingt lesenswert! Schön, spannend und einfühlsam, schreibt Takis Würger über Trauer, Angst, Ausgeschlossenheit, Gewalt und Aggression. Wie passt das zusammen: schön und aggressiv, einfühlsam und gewalt-tät-ig? Lesen Sie diesen klugen Roman über Parallelgesellschaften der anderen Art! Für Lesekreise genau die richtige Literatur  – viele Fragen, viele Antworten, schöne Sprache, viel zu besprechen – richtig gute Literatur!


 

Sturm von J-.M.G. Le Clézio

Sturm von J.M.G. Le Clézio ist eine Neuerscheinung im Kiepenheuer & Witsch Verlag,  und meiner Meinung nach, ein ganz besonderes Buch.  Für mich ist es das erste Buch des Nobelpreisträgers Le Clézio,  und ich bin ganz angetan von seinem  Schreibstil, der ausgewählten Sprache  und  den Themen seiner Kurzprosa. Die literarische Gattung  Novelle setzte Le Clézio meisterlich  um. Für mich persönlich sind das gänzlich unbekannte Gegenden in denen sich die Handlungen abspielen, auch die Lebensumstände seiner Protagonisten sind mir bislang fremd geblieben. Auch in der europäischen Literatur wird natürlich Gewalt, Unterdrückung, Ausgrenzung, Heimat und Identität thematisiert, aber die Lektüre von Le Clézio stellt dies aus einer anderen Perspektive dar.

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Was ich sonst noch verpasst habe von Lucia Berlin

Sicherlich die Neuentdeckung des Jahres 2016: Lucia Berlin – ein Shooting-Star! Der Verlag schreibt: Aus dem Amerikanischen von Antje Rávic Strubel Sie gilt als das bestgehütete Geheimnis der amerikanischen Literatur. Lucia Berlin ist die Wiederentdeckung des Jahres und wird verglichen mit Raymond Carver, Richard Yates oder Grace Paley. Ihre Storys zeugen von einem unsteten Leben voller Brüche. Es sind Frauen wie sie, deren Schicksal sie festhält: alleinerziehende Mütter, Alkoholikerinnen auf Entzug, Haushaltshilfen, Krankenschwestern und Sekretärinnen. Es geht um Mütter und Töchter, scheiternde Ehen und schwangere Mädchen, um Immigranten, Reichtum und Armut, um Einsamkeit, Liebe und Gewalt. Die Orte des Geschehens sind Waschsalons, Cafés und Restaurants, Krankenhäuser und Arztpraxen. Hier entsteht das Unerwartete, hier zeigen sich die kleinen Wunder des Lebens, entwickeln sich Tragödien, denen Lucia Berlin mal mit feinem Humor, mal voller Melancholie, aber stets mit ergreifender Empathie auf den Grund geht. (Quelle: Buchcover und Text: Arche Verlag)