Archiv der Kategorie: Kinder-Roman

Funkelsee – Flucht auf die Pferdeinsel von Ina Krabbe

Für mich eine Neuentdeckung: Die spannende Pferdereihe Funkelsee. Der erste Band Flucht auf die Pferdeinsel ist bereits in zweiter Auflage erschienen.  Also, das Buch ist schon ein stiller Geheimtipp unter den Pferdeliebhabern!! Der Autorin Ina Krabbe ist hier nicht nur ein super lesenswertes Pferdebuch gelungen, sondern auch eine schöne Freundinnen- und Familiengeschichte!

Auf den ersten Blick verführt schon das exotisch anmutende Buchcover;  von der Autorin, Ina Krabbe, selbst gestaltet! Ein richtiges Postkartenmotiv: glitzernder See, ein Floß, ein Pferd, das Mädchen treibt das Floß an,  Büsche und Blätter, die wie Schatten  den funkelnden See umgeben, ein pink leuchtender Kakadu beobachtet das Treiben, hinter den kleinen Hügeln schimmert rötliches Abendlicht… Funkelsee – Flucht auf die Pferdeinsel von Ina Krabbe weiterlesen

Lilo auf Löwenstein von Mara Andeck

Lilos Geschichte beginnt mit einem Sturz vom Baum und einer leichten Gehirnerschütterung. Nach dem Schrecken kam die Ernüchterung: Der eigene Bruder war es, der sich ganz schnell um den Arzt und Rettungswagen kümmerte. Ja, so sind sie die nervigen Brüder – immer da, wenn man sie braucht!

Lilo lebt mit ihren Eltern und ihrem Bruder in der Stadt. Die Wohnung ist zu klein, der Bruder nervt, besonders unfreundlich ist der Vermieter, der alle fünf Minuten klingelt und meckert. Eigentlich sind alle der Meinung: „Eine größere Wohnung muss her!“ Und wie es der Zufall immer so will, bekommt Lilos Vater, ein Architekt, die Möglichkeit eine Wohnung auf dem Landsitz des Grafen von Löwenstein zu kaufen. Diese Gelegenheit nutzt er und nach einiger Zeit der Renovierung und des Umbaus, bezieht die Familie im Schloss Löwenstein eine Wohnung.

Während Lilos Mutter als Innenarchitektin großen Wert auf Ordnung hält, und alle, aber auch alle Zimmer, bis auf eins, in weiß eingerichtet hat, darf sich Lilo  über ein farbefrohes eigenes Zimmer freuen. Schnell lernt sie die neuen Nachbarn kennen, außerdem ist auch noch David da. In der neuen Umgebung muss sich Lilo allerdings erst einmal zurecht finden. Nicht nur, dass die neuen Nachbarn sehr gewöhnungsbedürftig sind, Lilo stellt fest, dass auch der Vermieter, der Graf von Löwenstein, genauso grimmig und unfreundlich ist, wie der alte. Viel schlimmer noch: der Graf hält gar nichts von seinen Mietern und am liebsten würde er sie sofort loswerden wollen, wenn er das Geld nicht dringend brauchen würde. Auf ihren Streifzügen durch das Schloss findet Lilo nicht nur heraus, dass es ein geheimnisvolles Zimmer gibt, sondern auch ein mäuseähnliches kleines Siebenschläfer Baby, welches dringend gerettet werden muss. Auch freundet sie sich mit Anni an und findet immer mehr Gefallen an ihrem neuen Leben auf Schloss Löwenstein.


Was für eine gute Geschichte. Die Autorin Mara Andeck lässt ihre junge Heldin, Lisa Lorenz, selbst erzählen. Zunächst nimmt Lilo ihre Erlebnisse auf.  Aus der Ich-Perspektive eines jungen Mädchens gelingt der Autorin eine wunderbare Person zu schaffen, mit welcher sich viele junge Leserinnen identifizieren können. Lilo beobachtet genau und denkt viel nach, sie liebt Abenteuer und ist unternehmungslustig. Was sie ganz besonders auszeichnet ist ihre Vorliebe für Listen. Das macht es auch allen jungen Lesern  leicht der Handlung gut zu folgen und ein paar Tipps mitzunehmen, wie man so manch komplizierte Verwicklung gut lösen kann. Denn immer wieder hebt Lilo – in grüner Schrift – ihre Gefühle, die Ereignisse, gute und schlechte Erfahrungen hervor, listet sie auf.

Und es geht weiter, denn nicht alle Geheimnisse des Schlosses und der Löwensteins sind in diesem ersten Band gelüftet  …

…“Band 2 der Reihe Lilo auf Löwenstein. Lilo und Anni haben

herausgefunden, dass es auf dem Dachboden von Schloss Löwenstein ein Geheimzimmer geben muss. Aber wo ist die Tür? Und was hat es mit dem bockigen pechschwarzen Pony auf sich, das neuerdings im Stall steht und keinen an sich heranlässt? Den Kindern von Schloss Löwenstein ist klar, dass sie nicht lockerlassen werden, bis beide Rätsel gelöst sind. Denn gute Freunde schaffen alles! Ein Buch für alle Mädchen und Jungen ab 9 Jahren, die gerne draußen spielen und es lieben, auf Abenteuersuche zu gehen.“

(Quelle: VLB-TIX/Boje Verlag)

Nimm zwei – Knallererbsenbande und …

Los geht’s mit der lustigen Knallerbsenbande – vier Freunde, viele Knallererbsen und ein richtiges Abenteuer – so wie richtige Literatur für Jungs eben auch sein muss. Natürlich darf die Spannung nicht fehlen.  Da verschwindet doch tatsächlich der Jäger selbst im Wald, überall liegen Elektrogeräte herum; ob die geklaut sind? Wenn das keine Detektivaufgabe ist, die nur die Knallerbsenbande richtig lösen kann?
Sehr schön finde ich auch die zahlrecihen Illustrationen, die den Lesetext begleiten und beim Lesen/Vorlesen auch mal Pausen zum Schauen und Entdecken erlauben!

Timona

Ausgezeichnet mit der Kalbacher Klapperschlange 2008. Eine zauberhafte Geschichte  über die Suche nach den eigenen Wurzeln. Eines Nachts finden Witterer vor ihrem Haus ein Drachenei, das sie sofort aufnehmen und umsorgen. Sehr schnell schon schlüpft das kleine Drachenbaby und verändert das Leben des Ehepaares, denn im Witterwald gibt es keine Drachen. Das Drachenbaby wächst behütet auf,  wird liebevoll umsorgt und entwickelt sich zu einem Drachenmädchen, das Äpfel, Nüsse, Wurzeln isst, ein wenig wittern und gar nicht fliegen kann, und je älter es wird, wissen will, woher es kommt und wie die anderen Drachen sind. Die Trennung von den schon in die Jahre gekommenen Zieheltern ist unvermeidlich. Schweren Herzens bricht Timona zu Fuß Richtung Drachenstadt auf.  Sie durchquert dabei gefährliche und ungewöhnliche Orte, begegnet witzigen, durchtriebenen und lustigen Gestalten (Witzlinge, Dunkelwölfe, Zwerge mit und ohne Bart, Wiesenwieslinge), gerät in Lebensgefahr und schafft es endlich, müde und fast verdurstet, in die lang ersehnte Heimat zu kommen. Jetzt heißt es, die Drachenwelt erkunden und kennenlernen; noch ganz allein und auf sich selbst gestellt … Dieses Buch kann man nicht aus den Händen lassen. Ursula Wolter schafft es mit einer einfachen aber sehr phantasievollen und geistreichen Geschichte den Leser in eine Zauberwelt zu entführen. Ein Lese- und Vorlesevergnügen für die ganze Familie!