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Die Göttin der kleinen Siege

Yannick Grannec Die Göttin der kleinen Siege

Adele Gödel soll, nein, muss dazu gebracht werden die undurchschaubaren, mathematisch-genialen Aufzeichnungen ihres verstorbenen Mannes, Kurt Gödel, an Anna Roth zu übergeben. Nun ist aber Adele alles andere als bereitwillig diese Gabe einfach so zu machen. Bei vollem Verstand und gesundem Geist, hoch betagt, lebt sie in einem Altersheim. Widerwillig, trink- und rauchfreudig, stimmt sie erst einmal zu – gegen entsprechende Gaben – aus ihrem Leben mit Kurt Gödel zu erzählen:

Wien, der 30er-Jahre, eine lebendige und unruhige Zeit. Die Liebe zweier Menschen, die  aus gesellschaftlich völlig verschiedenen Kreisen stammen, wird zur Belastung. Adele ist eine Revuetänzerin, Kurt ist Sohn aus reichem Hause, ein Genie, aber ein manisch-depressiver Mensch. Sie verlieben sich ineinander und werden, trotz widrigster Umstände, ein Leben lang zusammenbleiben.  Adele Gödel, eine mutige und intelligente Frau, wird immer die Welt für ihren Mann zusammenhalten. Bis zu seinem lezten Atemzug. Diese in Romanform verfasste Biografie Kurt Gödels ist zugleich ein hochinteressantes zeitgeschichtliches Dokument nicht nur der 30er-Jahre, sondern auch der Nachkriegszeit.  Als Kurt Gödel mit seiner Frau Wien verlassen musste, siedelte er nach Princeton über. Dort unterhielt er rege Freundschaft mit Albert Einstein aber auch mit anderen Mathematiker- und Physiker-Kollegen, die in Amerika im Exil lebten. In der sehr süßen kleinen Liebeskomödie aus 1994 mit Meg Ryan I.Q. – Liebe ist relativ  ist diese kleine Männerriege filmisch festhalten.

Kurzbeschreibung: Adele Gödel weiß, dass sie bald sterben wird. Aber sie hat eine letzte große Geschichte zu erzählen – eine Geschichte, die man nicht kennt und die bisher niemand hören wollte. Bis Anna Roth in ihr Leben tritt, eine junge Dokumentarin, die der scharfzüngigen Witwe etwas sehr Wertvolles entlocken soll: Die Aufzeichnungen von Kurt Gödel, jenem Mann, der als faszinierendster und undurchschaubarster Mathematiker des 20. Jahrhunderts gilt. Bei Bourbon und Sachertorte erzählt Adele von ihrem Leben an der Seite des seltsamen Genies im extravaganten Wien der 1930er-Jahre, von ihrer abenteuerlichen gemeinsamen Flucht vor den Nationalsozialisten und ihren Gesprächen mit Albert Einstein im Princeton der Nachkriegsjahre. Bald keimt zwischen den beiden ungleichen Frauen eine Freundschaft auf und Anna entdeckt ein Genie, das niemals lernte, wie man lebt, und eine Frau, die nur wusste, wie man liebt. (Quelle: www.buchhandel.de)