Der Thronfolger

Ludwig Winder Der Thronfolger

Dieser Roman erschien bereits 1937 wurde aber sofort verboten und kam, soweit mir bekannt ist, gar nicht mehr zur Veröffentlichung. Ludwig Winder war ein jüdischer Autor und durfte in der Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr veröffentlichen. Nach dem Krieg arbeitete er in der Tschechoslowakei als Journalist und es ist mir nicht bekannt, in wie weit sein Werk dort publiziert wurde. Zum 100jährigen Gedenken an die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand und an den Beginn des Ersten Weltkriegs, veröffentlichte der Zsolnay Verlag, nach der Vorlage der aus 1937 stammenden Originalausgabe, mit kleineren Korrekturen, diese so wunderbare Roman-Biografie des Menschen und Thronfolgers Franz Ferdinand. Eine gelungene Mischung aus Roman und Zeitdokument  – der Verfall einer Adelsfamilie.

Kurzbeschreibung: Sonntag, 28. Juni 1914, 10.45, Sarajevo, Ecke Franz-Joseph-Straße/Appelkai: Mit zwei Pistolenschüssen tötet der 19-jährige Gavrilo Princip den Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie. Einen Monat später erklärt Österreich dem Königreich Serbien jenen Krieg, der den Ersten Weltkrieg auslöst. Franz Ferdinand d’Este, Neffe des Kaisers Franz Joseph, war ein Tyrann, scheu und voller Menschenverachtung, der den Tod des Monarchen Franz Joseph herbeisehnte und widersprüchliche Staatspläne entwarf. In diesem biographischen Roman, der nach Erscheinen 1937 sofort verboten wurde, verdammt Ludwig Winder seinen armseligen Helden jedoch nicht, sondern zeigt, wie erstarrt das habsburgische Hofzeremoniell war – eine Wiederentdeckung hundert Jahre nach dem Attentat von Sarajevo. (Quelle: www.buchhandel.de)

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