Ach du sabberndes Gürteltier – Kräuterhexe Thymiana beim Koboldkönig

Zauberei ist nicht so leicht – das weiß die kleine Hexe Thymiana nur zu gut. Zaubern und auf dem Hexenbesen fliegen, das will ihr einfach nicht gelingen. Wie oft ist sie schon in den Waldsee gefallen, wie oft verwüstete sie schon ihre Küche!
Dafür kennt sie jedes Kraut und kann wohltuende Salben, heilende Bäder, entspannende Tees und gesundmachende Suppen anrühren. Die Waldbewohner kommen gerne zu Thymiana und nehmen ihre Kräutermischungen mit: eine Salbe für die rissigen Hände von Frau Maulwurf, Frau Bär will einen Schlafgut-Tee für Herrn Bär, der Frosch ein Liebesbad und die verfressene Familie Hase einen Tee gegen Bauchweh.

„Ich bin eine Kräuterhexe und kenne für jedes Wehwehchen ein heilendes Rezept“

Ihre Schwester Lavenda dagegen beherrscht das Hexenbesenfliegen und Zaubern hexenmäßig gut. Ein gutes Team die beiden Schwestern!

Eines Nachts kommt Lavenda ganz aufgeregt hereingeflogen und berichtet, dass die Großmutter erkrankt ist. Thymiana hat zum Glück all ihre Kräuterrezepte aufgeschrieben und das geheime Rezeptbuch gut versteckt. Jetzt holt sie es und liest nach – oje, nur die Inguruwurzel kann der Großmutter helfen.  Doch diese wächst im Koboldwald und dort herrscht der grummelige, unfreundliche Koboldkönig, dem schon so viel Gemeines und Böses  nachgesagt wird. Vor allem aber wird erzählt, dass alle, “die dort hingehen, verschwinden und nie wiederkommen”! Schaffen es Thymiana und Lavenda den Koboldwald wieder zu verlassen und die Inguruwurzel mitzunehmen?  Das verrate ich jetzt nicht!  Am Ende wird aber alles gut und in Thymianas Küche herrscht ein verzaubertes Chaos!

Was für eine schöne Hexengeschichte! Spannung, viel Sprachwitz, richtige Kräuterrezepte und duftende Seiten machen dieses Buch zu einem zauberhaften Leseerlebnis. Das Thema “Zusammen sind wir stark” bringen die Verleger und Autoren Jacqueline und Daniel Kauer außerordentlich gut auf den Punkt.

Viel Spaß beim Lesen, machten mir Thymianas „Ausrufe“:  Läuft es mal so völlig falsch, dann schreit man doch am besten:  „Ach du sabberndes Gürteltier“, oder fällt gerade jeder Plan ins Wasser ruft man etwas verzweifelt aus:  „So ein Mäusepopelpech“. Sehr gut klingt auch: „Blattlausbrei und Wurzelpilz“, besonders aufbauend hört sich  doch:  „Ach du grüne Schneckenspucke“ an . Jeder kleine Erstleser wird sein wahres Vergnügen haben, diese herrlichen Sprüche selbst LAUT zu lesen!

Das ganz Besondere an diesem Hexenbuch sind die duftenden Seiten. Vierzehn Düfte können Leser auf der rechten Seite im Buch erschnuppern. Sanft  mit dem Finger über die Seite streichen und schon riecht es ein wenig wie im Kräutergarten.  Wer die Düfte nicht sofort erraten kann, findet auf den Seite einen kleinen Hinweis. Achtung! Neben Thymian, Lavendel, Rosmarin und Schokolade, duftet es auf einer Seite ziemlich „pupsig“! Und warum das so ist, muss man natürlich selbst nachlesen. Mich hat der Duft des Waldbodens fasziniert, weil  er so richtig gut nach Erde duftet.
Eine weitere Besonderheit sind die Rezepte am Anfang und am Ende des Buches. Alle Rezepte werden in der Geschichte erwähnt, und alle eignen sich zum Selbermachen. Aber aufgepasst:  Sie dürfen auf keinen Fall alleine zubereitet werden!!! Mein Favorit ist die Kräutersocke für Langschläfer. Das ist mal eine Duftsocke, sage ich Euch!  Aber auch der Glückstee verspricht ein zauberhaftes Getränk zu sein. Das muss ich heute noch ausprobieren!

Und wer wissen will, wie das Abenteuer mit der „Kräuterhexe Thymiana beim Koboldkönig“ ausgeht, und wie es darin duftet, der kommt am besten vorbei: Das Buch stelle ich auf der Messe  Land & Genuss vor, am Samstag 23.02.2018 und am Sonntag 24.02.2018! Die genaue Uhrzeit gebe ich noch bekannt!

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