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Scharf und stichfest

Oder der Geschmack von Geld und Macht

„Kunst funktioniert wie Geld, Gott oder die Annahme, je älter der Rotwein, desto besser: Die Masse muss glauben, dann wird es wahr.“

Für den Aktionskünstler und Millionärssohn Georg muss Kunst ein Instrument sein, ein Messer, das verletzt und tiefe Wunden hinterlässt.  Und nur diejenigen, die Mut haben den Schmerz auszuhalten, haben Kunst verstanden.

„Einbrecher sind Feiglinge, keine Räuber, sondern Diebe“ – so definiert Victor, ein Ex-Knacki, Ex-Dieb und angehender Restaurantbesitzer seine jahrelange Tätigkeit als Dieb. Der letzte Einbruch brachte ihm zwei Jahre Gefängnis ein. Hatte er doch nachlässig gearbeitet und übersehen, dass der Besitzer zu Hause war.

Auster und Klinge ist ein Buch das überrascht,  wachrüttelt,  amüsiert, und dann tiefen Schmerz zufügt. Lässt man diesen Schmerz zu, begibt man sich auf ca. 300 Seiten und ein paar Lesestunden, in die Tiefen der globalen Markwirtschaft, in die Grausamkeiten krimineller und unternehmerischer Energie.

Aber zunächst ein paar einführende Worte: ...weiterlesen "Auster und Klinge von Lilian Loke"

Das war kein gewöhnlicher Besuch beim Verlag Coppenrath Die Spiegelburg, nein, das war eine Reise in Bücherwelten, in die Welt der Erinnerung und Inspiration.

Angekommen in der Alten Feuerwache in Münster zauberte die liebevolle Dekoration im Show Room des Verlages ein Lächeln ins Gesicht eines jeden Buchhändlers. Tische voller Bücher und passender Zugaben, von der Prinzessin Lillifee über Das kleine Glück bis hin zum Garten- und Kochbuch. Wir fanden alte und neue Bekannte in Grün und Blau, entdeckten zeitlos Schönes und Musikalisches, einmalig Schmeckendes, und ließen uns entführen in die Welt der Themen und Worte, der feinen Notiz- und Reisetagebücher, der Freunde- und Eintragebbücher.

Der Verlag "Coppenrath Die Spiegelburg" hatte Buchhändler eingeladen, um über Geschenk- und Kochbücher zu sprechen, die Verlagsarbeit vorzustellen und lies uns tief  blicken in verlegerische Welten. ...weiterlesen "Der Besuch in der Alten Feuerwache – Verlag Coppenrath Die Spiegelburg"

Falls Du es verpasst hast: Die Badende von Moritzburg, eine wundervolle #Sommernovelle, die Du auch in diesem Sommer lesen kannst. Auch farblich ist dieser sommerliche Lesestostoff ein Hingucker und passt auch noch in jede Badetasche rein. Besoders schön und auffällig ist das Buchcover:  „Drei badende Frauen“ von Ernst Ludwig Kirchner, im Jahre 1911 oder 1912 gemalt und nun dichtet der Autor Ralf Günther die Geschichte hinter dem Bild. ...weiterlesen "Die Badende von Moritzburg von Ralf Günther"

Der Grund warum ich am liebsten alle Bücher, die ich gerne besprechen möchte, selbst kaufe und nicht Rezensionsexemplare anfordere: Ich weiß einfach nicht, wann ich so weit sein werde ein Buch zu besprechen. Das ist nun mal so. Die meisten Verlage wollen gerne, dass ihre Neulinge so bald wie möglich gelesen und besprochen werden, am besten innerhalb von 2-3 Wochen: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Doch möchte ich auch als bloggende Buchhändlerin den Zeitpunkt einer Buchbesprechung selbst bestimmen.

Das Buch „Die Liebenden von Wiesbaden“  von Susanne Konrad ist im Herbst letzten Jahres erschienen. Es hat mich sofort angesprochen und ist, wie ich es gerne nenne,  ein „schönes Büchlein“. Klein, handlich, dünn, ein kunstvolles Broschur-Cover mit dem Bild von August Mackes „Leute am blauen See“ - richtig verlockend. Auch im Buch selbst finden sich Abbildungen, s/w-Fotografien aus Wiesbaden, vom Kurhaus, der Altstadt, Häuserfassaden. Nimmt man das Buch in die Hand und blättert es zunächst schnell mal so eben durch, prüft es als Leser auf „Lesetauglichkeit“: Typographie, Seitenzahl, Absätze, Dialoge, … (das machen Leser zuerst) wird man schnell feststellen, wie liebe- und geschmackvoll dieses kleine Werk ausgestattet wurde. Ein Lob an den Größenwahn Verlag. Und beim Reinlesen stellt man schnell fest, es ist nicht nur ein schönes Büchlein, sondern ein ganz besonderes Buch mit einem außergewöhnlichen Thema. ...weiterlesen "Die Liebenden von Wiesbaden von Susanne Konrad"

Zwei Bücher, zwei Frauen, zwei Leben, zwei Frauenleben - nicht in lila, nicht in rosa, nein in orange!

Beide Bücher hatten mich über das Cover angesprochen. Es war die Farbgebung, die mich verleitete zunächst zu glauben, es handelt sich um identische Buchumschläge. Sagt man das überhaupt noch: Buchumschlag?
Wie auch immer, beide Bücher ähneln sich nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich. Die Autorinnen Petra Morsbach und Verena Boos, die mir bisher nur wenig bekannt waren, haben - jede in ihrem Buch - Frauenleben aufgespührt und gesellschaftliche Frauenbildnisse nachgezeichnet, die mich irritieren. Das ist auch der Grund für diese Doppel-Besprechung.

So unterschiedlich die Thematik vordergründig erscheinen mag, so überraschend ähnlich sind die Lebensläufe dieser beiden Frauen:  Hanna und Thirza. ...weiterlesen "Alles orange?"