Die Badende von Moritzburg von Ralf Günther

Falls Du es verpasst hast: Die Badende von Moritzburg, eine wundervolle #Sommernovelle, die Du auch in diesem Sommer lesen kannst. Auch farblich ist dieser sommerliche Lesestostoff ein Hingucker und passt auch noch in jede Badetasche rein. Besoders schön und auffällig ist das Buchcover:  „Drei badende Frauen“ von Ernst Ludwig Kirchner, im Jahre 1911 oder 1912 gemalt und nun dichtet der Autor Ralf Günther die Geschichte hinter dem Bild.

In dieser sommerlich warmen Novelle geht es ein wenig  um Kirchner, Kunst und Die Brücke. Sehr viel mehr geht es um die Naturverliebtheit im frühen 20. Jahrhunfert, um Prüderie und Körperlichkeit und um die junge Clara Schimmelpfenninck. Sie leidet an Atemnot und wird 1910 in ein Sanatorium geschickt.  Ihre Genesung schreitet gut voran, nicht nur der neuen Therapiemethoden wegen: Sonnenbaden, vegetarische Kost, Gymnastik, sondern auch, weil ihr Leiden ja hauptsächlich psychischer Natur ist. Es taucht nur im familiären Alltag auf.  Und jenen hat sie ja im Sanatorium nicht. Dafür langweilt sie sich zu Tode auf dem “Weißen Hirschen”, wo das Sanatorium gelegen ist.  Für Abwechslung sorgt eine Einladung nach Moritzburg in die Pension Sorgenfrei. Heimlich reist also Clara nach Moritzburg.  Voller Entdeckungsfreude kundschaftet die junge Frau die Umgebung aus und gerät in eine lebensgefährliche Situation, als sie im umliegenden Moor zu versinken droht. Um sich schlagend und mit dem Sonnenschirm gegen das Schilf kämpfend, befreit sie sich aus eigener Kraft. Sie setzt zwar erleichtert, aber verschmutzt und barfuß, zur Rückkehr in die sorgenfreie Pension an, als sie auf eine Gruppe  nackter Männer und Frauen stößt und am liebsten wieder ins Moor zurückkehrte. Zum Glück  – für Leser und Clair – bleibt die junge Frau eine Weile inmitten der freizügigen Künstlerkolonie, und entdeckt eine neue Welt.

Immer wieder stelle ich fest , dass diese kurzen, kompakten Geschichten ein wahrer Lesegenuss sind.

Fast hätte ich es vergessen, der wunderbare Kindler Verlag hat diese Sommernovelle von Ralf Günther im Juni letzten Jahres herausgegeben. Es hat gerade mal 96 Seiten und noch ein paar Seiten im Anhang unter dem Titel Reform des Lebens. Einige Anmerkungen zum historischen Hintergrund. Die sind unbeschreiblich wichtig und müssen gelesen werden. Schon alleine deshalb, weil sie so an unsere Zeit heute erinnern.

Eine Leseempfehlung für diesen und auch alle zukünftigen Sommer! Und das war’s schon! Viel Spaß mit der Sommernovelle.

Ich habe noch ein verkaufsfertiges Exemplar. Einfach schreiben: info@fraugoldmannundbücher de. Und natürlich die Datenschutzerklärung durchlesen!

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