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Die Biene, die sprechen konnte

"Es war einmal ... " So beginnt auch dieses Bilderbuch-Märchen, welches mit zauberhaften Illustrationen ausgestattet ist. Ohne Hexen, Gnome und Magie lässt die Autorin die Natur durch die kleine Biene sprechen, denn es heißt ja auch im Buch: "die Biene kennt jeder und jeder kennt die Biene" Belle ist ein Stadtmädchen, sie lebt in Paris und ist bekannt dafür, dass ihr nichts entgeht:
"Sie wusste genau, dass Monsieur Talgard seine Bäckerei jeden Morgen um 7 Uhr öffnete, Madame Babineau ihren Sonnenblumen um 8 Uhr Wasser gab und die Glocken von Sacré-Coeur eine volle Minute nach allen anderen Kirchenglocken 9 Uhr schlagen."

Ebenso innig wie ihre Stadt, liebt es Belle die Sommerferien bei ihren Großeltern auf dem Land zu verbringen. Schon Tage vorher packt Belle ihren Rucksack mit jenen Dingen, die ihr am wichtigsten sind: Stifte, das Tagebuch, die Kamera auch das Croissant darf nicht fehlen. Und wie in jedem Jahr bekommt Belle auch in diesem Jahr ein Geschenk: Es ist ein Fahrrad, das der Opa für Belle frisch gestrichen und fahrbereit gemacht hat.
"Vor lauter Aufregung konnte Belle kaum atmen. Sie warf ihren Rucksack in den Korb, klingelte zweimal und los ging es, was die Pedale hergeben." Begeistert und beschwingt, radelt Belle durch die Natur, schaut nach oben auf den großen blauen Himmel und übersieht die großen Baumwurzeln unten; schon liegt sie auf dem Boden, verletzt und verirrt im Wald. Um wieder zu Kräften zu kommen, nimmt Belle das Croissant, als sie die Stimme einer kleinen Biene hört! Bienen können doch gar nicht sprechen!? Belle hat in Biologie eine gute Note und weiß schon viel, aber die Natur kennt sie wohl doch nicht... Die Biene nimmt Belle auf eine Entdeckungsreise durch den Wald und weite Felder mit, lässt sie die Natur hören, das Summen und Flattern wahrnehmen, und zeigt ihr die wichtigen Aufgaben, die die Natur allen Dingen verliehen hat. Insbesondere erklärt sie Belle die Arbeit der Bienen in den Bienenstöcken, nimmt sie hoch oben in die Baumwipfel mit. Voller Stolz ist die Biene darauf, den größten Nutzen für die Natur - und den Menschen - zu haben. 
"Es war der schönste Sommer, den Belle je erlebt hatte. Jeden Tag bei Sonnenaufgang überprüfte sie ihre Reifen, spitzte ihre Bleistifte, polierte ihre Lupe und fuhr in die Natur hinaus; ein neues Kapitel in ihrem Tagebuch, das nur darauf wartete geschrieben zu werden."
"Alles hat seinen Platz und Zweck - das ist die Schönheit der Natur" - La nature est bien faite.
Das wunderbare kleine Märchen - eine Mischung aus Märchen und Fabel - von Al MacCuish aufgeschrieben, basiert auf einer wahren Geschichte. Nacherzählt wird hier das Leben des französischen Biologen Bernard Chevilliant. Er war selbst ein Stadtkind und entschied sich als junger Mann von 26 Jahren in die Region Ardèche zu ziehen, in den Südosten Frankreichs, wo er mit seinem Bruder zusammen eine Bienenfarm aufbaute. Die Arbeit mit den Bienen schärfte seinen Blick für die Natur und ein "naturbestimmendes" Leben. Das Bilderbuch ist zugleich Märchen und Fabel, narrativ und lehrreich. Die Zeichnungen von Rebecca Gibbon begleiten und ergänzen einfühlsam den Text und die Botschaft. Sie wirken wie von Kinderhand gezeichnet, mit vielen Grün- und Gelbtönen verleihen sie der Handlung viel Lebendigkeit und machen großen Spaß beim Anschauen und Lesen. Gezeichnete Polaroids, vom Fernglas eingefangene Details rücken die Erzählebene in den Vordergrund. Bild und Text bilden eine harmonische Einheit und laden auch jüngere Kinder dazu ein mitzulesen und die Natur zu entdecken.

Das Bilderbuch ist auch eine schöne Einladung den nächsten Ausflug ins Grüne mit dem Besuch der Messe Land & Genuss einzuläuten und den Stand der beiden Märchenerzählerinnen Martina Maas und Angelika Steiger zu entdecken! Hier finden Sie auch das Buch "Die Biene, die sprechen konnte" - den Büchertisch organisiert die mobileBuchhandlung, und wir alle freuen uns auf Euer/Ihr zahlreiches Kommen!
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