Herbstliche Stimmungsmacher

Erinnerungen aus der Nachbarschaft, mag ich verlauten lassen: Eva Demski hat ihre Erinnerungen in einen litrerarischen Koffer gepackt und im Insel Verlag auf die Reise in den Buchhandel und zum Leser geschickt! Bereits  seit Anfang August ist das Buch “Den Koffer trag ich selber” im Buchhandel erhältlich; Wir am Dornbusch freuen uns ganz besonders!


So ein vielversprechender Sound: “Der Geigenvirtouse Johannes Karelsky wird an den europäischen Höfen als Wunderkind gefeiert. Als er Jahre später schwer verwundet auf dem Schlachtfeld von Napoleons Armee liegt, dringt eine reine und wohlklingende Stimme an sein Ohr, die Johannes fortan in seinen Träumen begleitet. …. Also wenn das kein französischer Gruß zur Frankfurter Buchmesse ist  “Die schwarze Violine” von Maxence Fermine, bereits erschienen und  zwar im wunderbaren Unionsverlag!


Ebenfalls im Unionsverlag ist das kleine Büchlein “Topsy” von Marie Bonaparte erhätlich. Eine kleine Geschichte übersetzt von Anna und Sigmund Freud, beschreibt auf 128 Seiten wie die Chow-Chow-Hündin Topsy dem Tode entkommt und welche Erkenntnis über den Sinn der Liebe gewonnen werden kann. Da bin ich aber sehr gespannt, genau diese Lektüre brauche ich jetzt!


Auf dieses Buch freue mich ganz besonders: “Das Buch der verlorenen Bücher. Acht Meisterwerke und die Geschichte ihres Verschwindens”, aufgeschrieben von Giorgio van Straten, erscheint am 6. Septemberi m Insel Verlag. Es geht um erstaunliches Verschwinden von Büchern bekannter Autoren wie Walter Benjamin, Sylvia Plath, Bruno Schulz, …aber noch erstaunlicher sind die Geschichten dieses Verschwindens, handelt es sich doch fast immer um Meisterwerke!


Herr Lehmann ist wieder da, und das ist eine Rückkehr, die Freude bereitet; Wiener Strasse, der neue Roman von Sven Regener mit altbekannten Helden und vor der Kulisse Westberlins in den 80er Jahren – vielversprechend und vor allem: ich drücke ganz fest die Daumen für die Shortlist des Deutschen Buchpreises!


Marion Poschmann ist eine Autorin, die es mir angetan hat. Mit ihrer Prosa und Lyrik gehört sie zu meinen Lieblingsautoren, auch wenn die Themen nicht einfach gewählt sind, weiß Marion Poschmann fesselnd zu formuliern und zu dichten. Sie hat einen “Roman von meisterlicher Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend,

zu Herzen gehend” geschrieben, der bereits auf der Longlist des Deuschen Buchpreises ist. Ich freue mich und drücke auch Marion Poschmann die Daumen in die kleine Runde zu kommen. Vielleicht klappt es diesmal auch mit der Buchpreisauszeichnung, verdient hat sie es, meine Favoritin ist sie, und ich freue mich schon so auf : Die Kieferninsel –  erscheint am 07. September im Insel Verlag!


Diesen Liebling des Buchhandels will ich Ihnen nicht vorenthalten. Nicht mein Genre, aber was die Kollegen für gut befinden, kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Eine Neuerscheinung für alle Liebhaber der Serie Twin Peaks, oder Fans von Agatha Christie: Eine von uns von Harriet Cummings erschienen im Zsolnay Deuticke Verlag  –
“Geschickt konstruiert und psychologisch überzeugend, der Leser folgt jeder neuen Spur bis zur überraschenden Aufklärung – Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England. Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von ihnen der geheimnisvolle Fox sein? Harriet Cummings’ Debüt “Eine von uns” ist spannend, stilsicher und raffiniert – den Abgründen dieser Dorfidylle entkommt man nicht!”

Von Kollegen und der internationalen Presse gelobt ist auch das Buch Acht Berge von Paolo Cognetti. Erscheint in deutscher Sprache am 11.09.17 beim DVA Verlag. Was bietet das Buch? Hier ein paar Leseempfehlungen vom Verlag:

“Vom Aufbrechen und Wiederkehren und dem Ringen um ein erfülltes Leben
Top-Ten-Bestseller in Italien – mehr als 200.000 verkaufte Exemplare! (Stand: Juli 2017)
Ausgezeichnet mit dem renommiertesten italienischen Literaturpreis, dem Premio Strega
Internationaler Überraschungserfolg!
Für die Leser von Robert Seethalers “Ein ganzes Leben”
»Dieser junge Autor wird bald berühmt sein, denn er hat ein großartiges Buch von antiker Wucht geschrieben … Ein Roman mit dem langen Atem eines Klassikers, der wie ein Meteorit aus einer längst vergangenen Zeit in unser literarisches Universum einbricht, in unsere Zeit, in der die ganz großen Fragen viel zu selten zur Sprache kommen.« La Repubblica
»… ein zeitloser Roman mit dem Zeug zum Klassiker … eine großartige Geschichte über Freundschaft und was es bedeutet, ein Mann zu werden. In der Tradition von Jack London, Mark Twain, Ernest Hemingway und ihren Naturschilderungen.« (Vanity Fair)”


Und noch ein Titel, welcher die Kollegen vollends überzeugt hat: Die Diogenes-Neuerscheinung: Das Genie von Klaus Cäsar Zehrer. Die Lebensgeschichte von William James Sidis, Genie und Rebell. Ist das auch wirklich so? Ich werde das Buch erst noch lesen, da mich der Kollegenlob überzeugt hat. Also, unbedingt leseneswert, sagt Ihre Buchhändlerin!


Ein Geheimtipp, laut Verlag, ein Meistererzähler, “eine charmante Erinnerung an die Bedeutung von gutem Stil” – Na, das muss man doch lesen: Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles , erscheint im September im List Verlag. Ich bin neugierig, und das Buchcover finde ich sensationell!


Eine berührende Geschichte aus Frankreich, dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, im Urachhaus erschienen und bereits mit dem Prix Solidarité ausgezeichnet: Die Kinder der Gerechten von Christian Signol. “Als der Bootsbauer Virgile und seine Frau Victoria im Mai 1942 gebeten werden, Flüchtlingen über den Fluss zu helfen, verändert sich das Leben des kinderlosen Paares von einem Tag auf den anderen. Sie nehmen die zehnjährige Sarah und den gleichaltrigen Élie bei sich auf und verstecken sie – vor
den Deutschen wie vor den kollaborierenden Landsleuten.” (Verlagsvoschau)


Auf meinem Lesestapel, oder wie das Neudeutsch heißt: SUB befindet sich das neue Buch von Robert Menasse. Die Hauptstadt. Ich habe nur kurz reingelesen und bin schon sehr neugierig, aber ich habe noch ein paar andere Titel, die ich zuerst lesen will. So zum Beispiel:


Keinland von Jana Hensel, ebenfalls auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, und was soll ich sagen: meine Kurzprosa ist es nicht. Zu viele Wiederholungen, zu viele Sprachspielereien, zu viel Meinland, Deinland, Keinland. Angelegt als ein Liebersroman, finde ich es eher qualvoll solch eine Liebe durchleben zu müssen. Nein, KeinLiebesroman, mein Liebesroman bestimmt nicht.


Nun widme ich dem nächsten Nominierten für den Deutschen Buchpreis: Nach Onkalo von Kerstin Preiwuß, im Berlin Verlag erschienen – bereits im März – allerdings seit einigen Wochen ist die Nominierung und auch das Buch bekannt. Meine Aufmerksamkeit und mein Interesse sind geweckt… “Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem.” (Quelle: VLB-TLX)


“Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht” – dieses Diktum Heinrich Heines war gestern, heute kann, so Lord Green, das Land stolz auf sich sein. Der britische Ökonom und ehemalige Minister Stephen Green legt Deutschland auf den Seziertisch und analysiert, welche Begriffe und historischen Prägungen Deutsch-Sein heute ausmacht: Sind es die gemeinsame Sprache, die Traditionen und historischen Erfahrungen? Ist es das Volk, die Nation, Rasse? Welchen Einfluss hat Luther, haben Kategorien wie Pflicht, Schicksal, Vorsehung, die Rolle als Opfernation? In bester britischer Eleganz und tiefer Kenntnis deutscher Geschichte zeichnet er die reiche Kultur und die Mentalität des Landes nach und kommt zu dem Schluss: Angesichts seiner überragenden kulturellen Tradition und seiner reichen historischen Erfahrung – im Guten wie im abgrundtief Schlechten – kann kein anderes Land die Rolle übernehmen, Europa im 21. Jahrhundert den Weg zu zeigen. Ein fulminanter Essay, der uns Deutschen viel Stoff zum Nachdenken bietet!” Auch für Nicht-Deutsche dürfte dieser Lesestoff sehr interessant sein, also unbedingt lesenswert, wie ich finde! Stephen Green. “Dear Germany” 304 Seiten. (Quelle: VLB-TIX)


 

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