Archiv

Judas

Ein ganz besonderes Buch in einer wunderbaren Übersetzung von Mirjam Pressler ist: Judas von Amos Oz! 
Jesus aus der Perspektive der Juden, Judas Ischariot und der Verrat - eine Forschungsarbeit, die den jungen Protagonisten anspornt sich der Wissenschaft hinzugeben und Antworten auf existenzielle Fragen zu finden.  Eine verwirrende aber ebenso zarte wie leidenschaftliche Liebe treibt die Handlung - die angesiedelt ist in den israelischen Winter 1959 am Ende der Ben Gurion Ära - immer weiter voran. Liebe und Politik, Verrat und Glaube - das ist ein mutiges Buch, eine außerordentlich gute Lektüre über Judas und Jesus, und unsere Welt!
Kurzbeschreibung:
Das Leben des jungen Schmuel Asch ändert sich im Winter 1959 von Grund auf: Seine Freundin verlässt ihn, seine Eltern melden Konkurs an, und er muss sein Universitätsstudium abbrechen. Verzweifelt findet er Unterschlupf und Arbeit in einem alten Jerusalemer Haus als Gesellschafter für einen behinderten, gebildeten und rhetorisch gewandten Mann. Als Schmuel sein neues Domizil bezieht, begegnet er der schönen und aufregenden Atalja Abrabanel, die beinah doppelt so alt ist wie er. Sie macht ihm unumwunden klar, dass es besser wäre, sich nicht in sie zu verlieben, andernfalls würde er seinen Arbeitsplatz sofort verlieren, wie alle seine Vorgänger.
Die drei Protagonisten des Romans wohnen zurückgezogen in einem Steinhaus am Rand der Stadt, und zunächst scheint es, als führten sie ein ruhiges Leben. Im Innern des schüchternen und sensiblen Schmuel bricht ein Sturm los. Die Begierde nach Atalja und seine Neugier wandeln sich langsam in eine verzweifelte Verliebtheit. Immer wieder versucht er sich seiner Forschungsarbeit über „Jesus in der Perspektive der Juden“, zu widmen. Dabei spürt er die unzentrennbare Linie zwischen Niedertracht und Verrat auf und stellt alsbald fest, wie nah er seiner neuen Umgebung gekommen ist.
In diesem Roman kehrt Amos Oz zum Milieu einiger seiner bekanntesten Bücher wie »Mein Michael« und »Eine Geschichte von Liebe und Finsternis« zurück, in das geteilte Jerusalem der fünfziger Jahre. Die zarte, wilde Liebesgeschichte ist eingebettet in die Landschaft der winterlichen Stadt und in die Ereignisse am Ende der Regierung Ben Gurion. Gemeinsam mit seinem Protagonisten prüft Oz mutig die Entscheidung, einen Judenstaat zu errichten, samt den Kriegen, die sie zur Folge hatte, und stellt die Frage, ob man einen anderen Weg hätte gehen können, den Weg derer, die als Verräter gelten. (Quelle: www.buchhandel.de)