SommerBücherplausch

Ich befinde mich im #Supersommervinatgelesezeitmodus. Meine Titelrauswahl:  Bücher, die im Frühjahr und Sommer die Verlagsprogramme gefüllt und meine Aufmerlsamkeit geweckt haben!  Mittlerweile ist schon der Bücherherbst angesagt: Aber ich bin noch nicht so weit. Noch, genieße ich die Lektüre des Bücherfrühlings und -sommers,  und blicke hier ein wenig zurück auf die zurückliegenden Büchermonate:

Zunächst fange ich mit einem Buch an, welches ich zwischen den Jahren 2016/2017 gelesen habe. Ungewöhnlich und gut, ideenreich und sprachgewandt,  eine moderne Lektüre, wie es halt nur Katharina Hagena schreiben kann: Das Geräusch des Lichts. Eine Frau sitzt im Wartezimmer und denkt sich Geschichten über die Mitwartenden aus. Fünf Geschichten über das Licht, die Liebe, die Zeit und die Geräusche. Sehr originell, sehr einfallsreich. Fesselnde Lektüre für lange lichtverspielte Abendstunden und Sommerabende ….


Im Februar kam das Buch zur Berlinale heraus: Zehn Tage im Februar von Heike Melba-Fendel. Ein Buch über einen Mann und eine Frau, das Kino, die Berlinale, Jane Campion, ein Roman über die Suche nach Liebe und Erfüllung.
Während der Berlinale verlässt ein Mann seine Frau. In den zehn Tagen – leben die namenlosen Protagonisten – getrennt. Die Frau geht ins Kino, beobachtet die glitzernde Filmwelt und  lässt  ihr Leben Revue passieren. Sie erinnert sich in Sequenzen an Ereignisse und Momente, die sie als Frau, als Journalistin, als Agenturleiterin geprägt haben.

Die Autorin setzt sich mit den Frauen in Filmen von Jane Campion auseinander und reflektiert dabei auch eine gewisse emanzipatorische Rückentwicklung der Frau – so lese ich es! Ein wunderbares Buch auf jeden Fall!


Der Februar entpuppte sich als wahrer Bücher-Frühlingsbote. Eine Neuerscheinung folgte der anderen.  Anne Weber sorgte mit Kirio für Hochstimmung. Ein “Schalk-Roman”, ein sprudelndes Lesevergnügen, ein gut besprochenes Buch, das leider viel zu schnell in Vergessenheit geraten ist! Unbedingt wieder erinnern und lesen!

Für die jährliche Lesereihe “Frankfurt liest ein Buch” entdeckte der Verleger des Schöffling Verlags das Buch von Herbert Heckmann Benjamin und seine Väter! Aufgeschrieben bzw. erstmals veröffentlicht 1962 geriet es in Vergessenheit. So wie der Autor und Journalist Heckmann selbst. An Aktualität hat der Roman jedoch nicht verloren: Kindheit, Heimat, Identität, Vater-Sohn-Thematik, ein Stück Frankfurter – eigentlich bundesdeutscher Geschichte – und eine fantastische Sprache machen dieses Buch zu einer richtigen Entdeckung!!! Unbedingt lesen und an werdende Väter verschenken!

Stürmischer Bücherfrühling brachte zwei Novellen des Literaturnobelpreisträgers J.M.G. Le Clézio unter dem Titel Sturm zum Vorschein.  Le Clézio ist ein Meister der Novelle, ein Meister der kurzen psychologisch dichten Prosa über Frauen, und vor allem über das Meer. Ein Motiv in seinem Werk, das immer wieder vorkommt, welches trennt, verbindet und über das er meisterlich  erzählen kann.

Ebenfalls im Februar beeindruckte mich eine schöne Fantasy-Geschichte, eine neue Reihe der beliebeten und bekannten Autorin Sarah J. Maas:  Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen ist eine Mischung aus “Die Schöne und das Biest”, die “Game of Thrones”-Fantasy gespickt mit vielen Märchenmotiven. Ein Buch für Mütter und Töchter und alle weiblichen Familienmitglieder, die sich in den Ferien langweilen …Ein Fantasy-Liebes-Schmöker!

Bleiben wir noch ein wenig bei den Jugendbüchern: Auch Sally Nichols hat ein neues Buch herausgebracht. Genau genommen, der dtv Verlag hat es im Februar herausgegeben Eine Insel für uns allein. Das ist einbesonderes Ferienbuch, bezaubernd, rührend und spannend. Eine Geschichte, über das richtige Leben, darüber, was es heißt eine Familie, Geschwister zu haben und Verantwortung zu übernehmen. Sehr authentisch erzählt aus der Perspektive einer 11jährigen richtigen Heldin. Sehr spannend ist das Buch auch!!!

Ein weiteres kleines schönes Buch mit Erzählungen über Kindheit, Heimat und Begebenheiten aus dem Leben ist im Februar im Schöffling Verlag erschienen: Die Dame mit den Bernsteinaugen und andere Erzählungen von Dieter Bauer. Ich lese es noch, da ich mich zwischendurch immer an der einen oder anderen Erzählung erheitere und erfreue – ein kleines Lesebuch für die stillen Stunden des Tages!

Im Dörlemann Verlag sind beachtlich schöne Bücher erschienen. So auch das Buch Beziehungsweise. Libesvariationen von Manuela Reichart, die, die Autorin im flotten Erzählstil aufgeschrieben hat. Facettenreiches modernes Liebesleben; Unbedingt empfehlenstwert!


Der März brachte schon einen Ausblick auf den Sommer und die Bretagne mit: Ein geschenkter Anfang” von Lorraine Fouchet entführte mich in eine Familienwelt der gar nicht so französischen Art. Das Leben ist schön – so wll uns die französische Literatur wissen lassen, aber sie ist auch kompliziert und schwermütig. So lese ich es in diesem berührenden Buch über Betrug, Tod, aber auch viel Liebe und Familiensinn. So richtig warm geworden bin ich jedoch nicht mit dieser Lektüre, und doch bin ich mir sicher, dass sie viele Leser verdient.

Ebenfalls im März überraschte die Sachbuchautorin und Journalistin Sabine Bode mit ihrem ersten Roman Das Mädchen im Strom. Ein informativer eindringlich geschriebener Roman. Vor allem wagte es Sabine Bode der Frage nachzugehen, was es bedeutet in unwürdigen Umständen, in Kriegszeiten seine Würde und Menschlichkeit zu behalten. Die literarische Hinterfragung des würdevollen Menschseins und -bleibens ist Sabine Bode nicht gut gelungen. Die Beschreibung des jüdischen Lebens in Mainz, die Darstellung der lebensgefährlichen Flucht nach Shanghai und die genaue Aufzeichnung des Lebens und Leidens im Ghetto von Shanghai hat Sabine Bode, wie ich finde, sehr eindriglich und berührend beschrieben!


Im April weckte die Aufmerksamkeit der breiten Leserschaft ein dokumentarisch-biografischer Roman aus Amerika. Hillbilly-Elegie von J.D. Vancer. Ein wichtiges, ehrliches, mutiges Buch über das Leben in Armut umgeben von Sucht, Kriminalität und Verlust. Die andere Geschichte des amerikanischen Traums. Absolut lesenswert!


Die unbekannte ungewöhliche Liebe der Blandine von Bülow – Stieftochter Richard Wagners – beschreibt Constanze Neumann in ihrem Romandebüt Der Himmel über Palermo. Erschienen ist das Buch mit knapp 180 Seiten im Mai 2017 im Goldmann Verlag. Hier finden Sie eine kleine kurze Leseempfehlung: https://www.mobilebuchhandlung.de/der-himmel-ueber-palermo-von-constanze-neumann/


Alice Adams hat einen modernen Freundschafts- und Entwicklungsroman geschrieben, der im Juni im Dumont Verlag erschienen ist und fast ubemerkt blieb. Sicherlich liegt es daran, dass die Autorin ihren anfänglich sehr eindriglichen und stark erzählerisch geprägten Sprachstil nicht beibehnalten konnte. Die Geschichte verliert – irgendwann mittendrin – an Schwung und Spannung, wirkt zuweilen langweilig. Aber auch “langweilige” Bücher haben ihren Charme und so sind die Protagonisten in diesem Roman Als wir unbesiegbar waren allesamt sehr charmante und überaus positive Persönlichkeiten, die ihre Suche nach Liebe und Glück, ihren Kampf mit den Tücken des Lebenes couragiert und offen annehmen. Also, eine Leseesmpfehlung auf jeden Fall!


Und natürlich die mega Neuerscheinung im Juli: Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky.  Leky ist eine begnadete Erzählerin, ihre Geschichten sind tröstend und erschreckend, wahrhaftig und doch ein wenig fantastisch! Unbedingt lesen!


Mein #SUB besteht aus den nachfolgenden Büchern:

Und sehr bald kommen auch schon die Herbstitel… wow, das wird ein Lesejahr.


Zum Schluss noch drei praktische Taschenbuchausgaben für das kleine Handgepäck:

“Später hat längst begonnen” – lassen sie sich nicht verwirren. Auch, wenn es in diesem Buch über viel Krankheit und Tod geht. Dies gehört zum Leben dazu. In diesem Buch werden Sie auf höchst schlaue, geistreiche und praktische Weise erfahren, wie Leben und Tod zusammenpassen! Ein Lesegenuss, wenn man das in diesem Zusammenhang sagen darf – auch für dem Urlaub geeignet!


“Wald”von Doris Knecht ist ein ganz besonderes Naturerlebnis! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, räumt die österreichische Journalistin und Autorin mit dem romantisch-verklärten Blik auf Natur, mit Lifestyle und Design auf. Mehr nachzulesen auch unter: https://www.mobilebuchhandlung.de/1401/


“Lady Bag” von Liza Cody ist einer der wenigen Krimis, die ich gelesen habe. Ich war angetan mit welch einer literarischen Kraft und Spannung mich die Autorin in die Kriminalgeschichte hineingezogen hat. Auch in dieser Geschichte geht es um eine Fau, die einst fast alles besaß und nun als Obdachlose durch die Straßen Londons umherirrt. Mit ihrem Hund führt sie philosophische Selbst-Gespräche und gerät abermals in verdächtige Kreise… Absolut spannend und lesenswert, für den Urlaub ideal!


 

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