• Robert-Gernhardt-Preis 2015

    Am gestrigen Mittwochabend fand in der Naxoshalle in Frankfurt – Willy Praml Theater – die diesjährige Preisverleihung des noch jungen Robert-Gernhardt Literaturpreises statt. Spannend an diesem Preis ist, dass Literaturwerke ausgezeichnet werden, die sich in ihrer Entstehung befinden. Und noch spannender ist, dass nur sechs Seiten, ungenannt, eingereicht werden dürfen!  Die Jury kürte, aus fünfzig anonymisiert eingereichten Werken in Entstehung, zwei Preisträgerinnen: Gila Lustiger und Annika Scheffel! Herzlichen Glückwunsch! Zitat der Preisstifter:  „Prämiert wird Gila Lustiger für den im Entstehen begriffenen Roman „Die Entronnenen“, der Geschichte des Übergangslagers Zeilsheim und der jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main nach dem zweiten Weltkrieg. Ihr pathosfreier, fast ironischer Tonfall hat die Jury überzeugt.…

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  • Alles was war

    Arche VerlaDas Buch ist bereits im August 2014 erschienen, ich habe es in diesen Tagen entdeckt: Eine Jugend in den 50er Jahren in Frankfurt am Main. Aus der Perspektive eines alten Mannes wird  das Heranwachsen einer jüdischen Kindheit in Frankfurt erzählt:  Wie der Junge zur Schule geht, wie er zu Hause am Bett des kranken Vaters sitzt, der trotz schwerster Misshandlungen das KZ überlebt hat, Moby Dick liest, am Zeitungsstand neben der Quick und Revue, die ihn natürlich nicht interessieren, die Comics entdeckt, im Café Kranzler Kakao trinkt und auf die Werbung für »Creme Mouson« schaut – im Hintergrund Frankfurt am Main in Trümmern. Der alte Mann beobachtet auch, wie…

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