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Gabriele Wohmann wurde am 21. Mai 1932 in Darmstadt geboren, wo sie auch am 22. Juni 2015 starb. (Biografie: Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben von Ilka Scheidgen im Kaufmann Verlag)  Gabriele Wohmann kam schon sehr früh zum Schreiben und Veröffentlichen, war Mitglied der Gruppe 47, ist eine Meisterin der kurzen Geschichte über Menschen, denen sie begegnet, die sie genau beobachtet. Das Leben, der Alltag und die Beziehung zwischen Mann und Frau (Emanzipation 70er-Jahre) sind ihre Themen, ebenso wie das Heranwachsen und die Eltern-Kind Beziehung. Einige ihrer früheren Erzählungen sind biografisch geprägt, die jüngeren sind doch fiktionale  Episoden, Momentaufnahme, Lebensabschnitte . Ihre Geschichten sind kurze und knappe Erzählungen, nicht länger als max. 40 Seiten. Sie hat eine sehr klare Sprache, nimmt den Leser sofort mit ins Geschehen. Schon die ersten Sätze führen mitten in die Geschichte ein. Es handelt sich um konkrete Menschen, die wir kennen, zu welchen wir eine Beziehung haben. Auch die Protagonsiten stehen in Relation zu anderen Mitwirkenden, die Geschichten leben von der Interaktion der Protagonsiten untereinander. Filigranes Erzählen in kleinen Portionen von Dingen, die uns bewegen, die uns antreiben. Wirklich meisterlich. Gabriele Wohmann hat ein umfangreiches literarisches Werk geschaffen. In der erwähnten Biografie finden Sie, neben der biografischen auch die literarische Entwicklung Wohmanns sehr interessant dargestellt.

Eine sehr gute Biografie erschien 2012 im Kaufmann Verlag von Ilka Scheidgen: Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben. Die besten deutschsprachigen Kurzgeschichten schrieb Gabriele Wohmann. Ausgewählte Kurzgeschichten sind im folgenden Buch nachzulesen: Gabriele Wohlmann "Schwarz und ohne alles", erschienen im  Aufbau Verlag.

Gabriele Wohmann. Ich muss neugierig bleiben von Ilka Scheidgen im Kaufmann Verlag