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Sturm von J.M.G. Le Clézio ist eine Neuerscheinung im Kiepenheuer & Witsch Verlag,  und meiner Meinung nach, ein ganz besonderes Buch.  Für mich ist es das erste Buch des Nobelpreisträgers Le Clézio,  und ich bin ganz angetan von seinem  Schreibstil, der ausgewählten Sprache  und  den Themen seiner Kurzprosa. Die literarische Gattung  Novelle setzte Le Clézio meisterlich  um. Für mich persönlich sind das gänzlich unbekannte Gegenden in denen sich die Handlungen abspielen, auch die Lebensumstände seiner Protagonisten sind mir bislang fremd geblieben. Auch in der europäischen Literatur wird natürlich Gewalt, Unterdrückung, Ausgrenzung, Heimat und Identität thematisiert, aber die Lektüre von Le Clézio stellt dies aus einer anderen Perspektive dar.

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Zurück in Berlin
Verna B. Carleton, Ulrike Draesner (Hrsg.)

Zurück in Berlin ist ein wunderbarer, stiller Roman über die Nachkriegsjahre in einer vom Krieg zerstörten Stadt, über die Rückkehr und den Neubeginn in Berlin.  Sehr versöhnlich und liebevoll geschrieben, lässt sich dieser Roman schön lesen. Die Sprache ist sehr gewählt ohne prätentiös zu wirken, die Gedanken und Emotionen sind kleine Wahrheiten über das Leben und die Heimat, die Flucht und den Neuanfang! Meine Monat-April-Buchempfehlung für Ihren Lesekreis! Warum? ...weiterlesen "Verna B. Carleton: Zurück in Berlin"

In den Frühjahrsvorschauen des mare Verlages fiel mir sofort der neue Roman von Stefan Moster auf.  Dankenswerterweise erhielt ich vom Verlag ein Leseexemplar und erfreute mich auch bester Lektüre. Im buchhändlerischen Sinne ist diese Frühjahrs-Neuerscheinung keine  Novität mehr. Die Verlage verschicken ja schon die Herbstprogramme. Doch bleibt es meine Frühjahrs-Neuentdeckung:

Neringa oder Die andere Art der Heimkehr ist eine besondere Geschichte, die bereits mit einem außergewöhnlichem Buchcover beginnt:  eine Schwarz-Weiß-Fotografie eines Pflastersteinbodens, ein Platz von oben aufgenommen, mit zwei halbrunden Bänken, einem nicht geschlossenen Kreis. In jedem der Halbkreise sitzt eine Person. Eine Fotografie, die man lange anschaut. Etwas enttäuscht war ich zuerst von der Themenwahl:  Ich dachte nur; „Nein, bitte nicht noch ein Buch über die Großvätergeneration!“ Ein aktueller Trend in der deutschsprachigen Literatur. An einer Stelle im Buch, so ziemlich am Ende, sinniert auch der Protagonist über den „Erinnerungskult“! Aber, geht es wirklich ums Erinnern?

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